von Lukas Hohl, Aktuar FC Buchs-Dällikon

Von 1906–1994 in Zürich

Der Fussballclub Diana wurde im Jahr 1904 in Zürich gegründet. Weil aber die damaligen Grossklubs (GC, FCZ, Blue Stars, Red Star) sich gegen die Aufnahme in den Verband stellten, wurde es 1906, bis dies gelang. Dieses Jahr, mit Datum vom 1. Juli, gilt als offizielles Gründungsjahr. Der Klub spielte damals unter dem Namen FC Diana Zürich auf dem Sportplatz Hardau. Das einfache Spielfeld auf dem heutigen Areal der Coop-Bäckerei (damals LVZ) gehörte dem Verein, das heisst einem der Gründer. Später wurde das Grundstück verkauft, ohne dass der Verein dabei reich wurde, weil der ganze Erlös dem ursprünglichen Eigentümer zustand. Danach spielte der Verein auf den städtischen Anlagen: Hardhof, Mülligen, wieder Hardhof und zuletzt Buchlern.

Die grössten Erfolge erzielte der kleine Klub in den 30er Jahren. Die einzige Mannschaft spielte damals in der Serie B (damals die zweithöchste Klasse) und schaltete im Cup das grosse Locarno aus. Viele Jahre berichtete der Spieler Nötzli an der GV immer und immer wieder über den dramatischen Match. Das Resultat ist nicht mehr bekannt, aber es soll ein tolles Spiel gewesen sein, in dem der FC Diana Zürich einem Rückstand nachlief und es in den letzten Minuten noch zu seinen Gunsten wenden konnte. Das Spiel fand in Locarno statt.

„…Am Sonntag, den 14. September 1924 sollte in Adliswil der Cupmatch der Serie B zwischen dem FC Adliswil und unserem FC Diana ausgetragen werden. Dieser Match und der Platz wurden durch das Regionalkomitee Ostschweiz inspiziert. Leider wurde das Terrain nicht anerkannt, weil die minimale Länge fehlte, es war nur 76m statt 90m lang. Der Cupmatch wurde dann als Freundschaftsspiel ausgetragen und endete zu Gunsten des FC Diana mit 2:1.“

Ansonsten kurvte der FC Diana immer in der 4. oder 5. Liga herum. Einzig in den Saisons 1961/62 und 1962/63 machte er wieder von sich reden. Die Spielzeit 1961/62 wurde mit dem Punktemaximum und dem horrenden Torverhältnis von 105:8 abgeschlossen. In den Aufstiegsspielen qualifizierte sich das Team für die 3. Liga. Die darauf folgende Saison stand der vorangegangenen in nichts nach. Der Gruppensieg wurde souverän erreicht. Leider konnte in den Aufstiegsspielen die gute Leistung nicht mehr erbracht werden, weil es im Mannschaftsgefüge zu erheblichen Spannungen kam.

In den 50er Jahren änderte der Vereinsname in FC Diana Riesbach-Zürich, und in den 60er Jahren wurde erstmals eine Juniorenabteilung gegründet. Bis zur Auflösung einige Jahre später spielten drei Juniorenmannschaften C–A, was damals allen vorhandenen Kategorien entsprach. Weil die danach fehlenden Junioren dem Verein keinen Nachwuchs bescherten, ging es mit den vorhandenen zwei Aktivmannschaften immer mehr bergab. So machte man sich Gedanken über eine Fusion oder einen Domizilwechsel. Dies wurde konkret, als eine komplette Juniorenmannschaft vom FC Regensdorf (übrigens fast alles Buchser) beim FC Diana Unterschlupf gefunden hatte.

Ab 1994 in Buchs

1994 kam es also wieder zu einer Namensänderung. Der Verein nannte sich nun FC Diana Buchs. Dies, weil der Heimplatz nun auf dem AMAG-Areal in Buchs war. Den Platz und die Umzäunung baute der FC im Frondienst. Mit viel Herzblut und Schweiss erstellte man anschliessend neben dem Platz ein Klubhaus. Leider wurde es in der Nacht zum 18. September 2004 durch einen Brand zu Schutt und Asche.

Wiederaufbau des Garderobengebäudes und Clubhauses

In den folgenden Jahren wurde die Juniorenabteilung aufgebaut und 2007 kam auch eine Juniorinnenabteilung dazu. Aus dem FC Diana wird 2009 der heutige FC Buchs-Dällikon. Der Verein bezieht bereits 2008 in Buchs den neuen Sportplatz Gheid mit einem Gross- sowie einem Halbfeld. Im Herbst 2009 beginnt der Bau des neuen Garderobengebäudes, welches grösstenteils von Lehrlingen der beteiligten Baufirmen erstellt wird. Es wurde auch durch grosszügige Sponsoren und hohe Eigenleistungen ermöglicht.

2009 wird der Mädchen- und Frauenfussball neu unter das Dach „Team Furttal-Züri“ gestellt (Zusammenarbeit mit dem FC Regensdorf und dem FC Affoltern).